Kampf gegen den Wohlstandsbauch!!!

Ziel ist die Gewichtsredurzierung von 150 Kilogramm auf 90 Kilogramm!!!

Wow als mitten in der Krise die Wage plötzlich fast 150 Kilo anzeigte war ich geschockt. Ich muss gestehen das man sich gar nicht so sieht, wie es andere tun. Aus dem eigenen Blickwinkel ist das meist ja gerade noch vertretbar und ja, wenn man nicht krank ist dann fühlt man sich ja auch noch gut.

  • Ein wenig Zwicken im Rücken – Mann wird ja nicht jünger
  • Schmerzen im Knie – zu wenig Bewegung
  • Kurzatmigkeit – Oh je war ich denn so faul

und so weiter und so weiter und so weiter. Man findet ja doch immer eine einfache und logische Erklärung um das für normal zu erklären.

!!!Das ist es aber nicht!!!

Der Schock saß also tief und ein Punkt war erreicht an dem ich unbedingt was machen wollte. Also Laptop an und erstmal lesen was es derzeit an Möglichkeiten, Behandlungen und Diäten gibt.

Eine Magenverkleinerung ist da doch eine interessante Idee. Kleinerer Magen = weniger Essen. Soweit so gut aber so einfach ist das dann auch nicht. Erstmal zu meinem Hausarzt und beraten lassen. Wie immer ist mein Hausarzt dagegen das man an sich herumschneiden lässt wenn man eigentlich Gesund ist und da hat er auch Recht. Was aber wenn man ein Genussmensch ist und bei gutem Essen einen schwachen Charakter hat??? Dann wird es schwierig. Also habe ich mir eine weitere Meinung abgeholt von einem Freund und einem Facharzt für Ernährungsberatung (welchen ich nur empfehlen kann) auch dieser sagte mir kalt ins Gesicht das es andere Alternativen gibt als eine Operation. Mhhh irgendwas muss ja dran sein und sie haben bei Recht. Es gibt andere Alternativen. Also ok dann suchen wir nach Alternativen. Welche wären die?

  • LowCarb
  • Intervallfasten
  • FDH
  • usw.

Alles eindeutig gute Lösungen. Was habe ich dann also gemacht??? Ja ich habe das alles ausprobiert. Also Intervallfasten angefangen 1:1, dass heißt einen Tag Essen und einen Tag Fasten. Na ja ehrlich gesagt nicht mein Fall.
In der ersten Zeit hat man sehr großen Hunger an den Fastentagen und das geht ganz schön auf die Nerven. LowCarb gibt es tolle Rezepte und es bildet eine gute Ergänzung. Ist für mich persönlich aber keine Komplettlösung da irgendwas fehlt. Ok wäre da noch FDH (friss die Hälfte), sehr guter Ansatz aber wie bin ich drauf gekommen? Da kommen wir wieder zurück zu meiner Idee mir den Magen verkleinern zu lassen. Darüber habe ich viel gelesen und auch über die anschließenden Einschränkungen und damit einhergehende Ernährungspläne. Interessant, bis zu 5mal Essen am Tag aber eben sehr kleine Mengen. Da stellt sich einem doch die Frage ob das auch ohne Magenverkleinerung funktionieren kann. Also nun stand ich da und habe angefangen alles zu probieren. Nach 2 Wochen intervallfasten hatte ich mal auf einen Schlag 5 Kilo abgenommen aber habe mich eben nicht wohl damit gefühlt weil es lange Phasen gab in denen ich Hungrig gewesen bin. Das ist kein Gefühl was man haben will und muss. Also habe ich mir einen Ernährungsplan genommen welcher nach einer OP angewandt wird und bin mal zu Woche 5 und später gegangen, denn da kann man dann schon wieder feste Nahrung zu sich nehmen. Wow alles soweit erlaubt, das ist doch mal genau meines. Also umgesetzt aber doch abgewandelt. Wie abgewandelt??? Ja ich esse nicht 5x sondern 2x und wichtig ist das ich eine Kleinigkeit am Morgen esse (ging vorher überhaupt nicht) und dann wenn meine Lotti nach Hause kommt gibt es die Hauptmahlzeit. Und da kommt der Punkt. Die Hauptmahlzeit ist nun nahezu abgewogen und es wird wirklich nur noch ein Portion gemacht oder wir kochen direkt für 2 Tage. Was ändert sich also? Es ändert sich eigentlich nichts beim Essen aber beim Wohlfühlfaktor und am Gewicht. Ich mache das jetzt seit Wiederrum 2-3 Wochen und erfreue mich wieder einem Gewichtsverlust von ca. 5 Kilo. Morgens gibt es ein bis zwei Müsliriegel oder ein Müsli und die Hauptmahlzeit wird meist gut und deftig gekocht. Eigentlich muss man nur auf eines achten und zwar das man aufhört zu essen sobald sich ein Sättigungsgefühl einstellt. Dann ist das Hungergefühl weg und man ist nicht überladen. Wer viele viele Jahre zu viel isst kennt das Sättigungsgefühl nicht mehr und daher ist man auch zuviel. Man denkt das Sättigungsgefühl sei das, wenn man meint jetzt ist man aber richtig satt!!! Eben nicht denn das ist man meist schon völlig überladen!!! Was sind also die wichtigsten Eckpunkte?

  • Kleine Protionen zubereite
  • Töpfe am Herd stehen lassen und nur eine kleine Portion auf den Teller
  • Essen am Tisch ohne die Töpfe (Aus den Augen aus dem Sinn)
  • langsam Essen, sehr gut Kauen (Du hast es nicht eilig)
  • Nach der Portion eine Zeit lang abwarten
  • dann abräumen und übergebliebenes Essen ab in den Kühlschrank oder besser noch das gar nichts mehr da ist weil Du nur eine Portion gekocht hast.

Ja das sind alles bekannte Dinge doch nicht einfach umzusetzen.

Seit dem ich vor 5 Wochen mit der Umstellung angefangen habe, fühle ich mich leicht besser, habe jetzt bei ein Hungergefühl und Esse ungefähr noch ein drittel von den früheren Mengen aber genauso lecker. Dazu habe ich bisher 10 Kilo abgenommen. Trotzdem bleibt die Befürchtung das mit Wiedereinstieg in den Job ein JoJo – Effekt auftreten könnte und wieder der Charakter schwach wird. Also habe ich mich entschlossen auch den Weg der Magenverkleinerung weiterzuverfolgen. Aktuell befinde ich mich in den ärztlichen Untersuchungen und ich bin überrascht das man mich bisher für relativ Gesund hält. Da ich wenig Vorerkrankungen und Beschwerden haben sieht man mich als sehr empfehlenswert für eine Operation da sie bei mir viel gutes bewirken kann und vor allem Lebensverlängernd ist. Nach vielen Gesprächen finde ich es zwar nicht mehr optimal aber für mich als muss. Wenn man viel und gut ist, braucht man eine innere Domina, welche einem verbietet zu viel zu Essen und einem die Eingewöhnungsphase und die Umstellung erleichtert. Welche Möglichkeiten gibt es denn überhaupt.

  • Magenband (früher)
  • Magen-ByPass
  • Sleeve-Magen

Magenband wird heute nicht mehr durchgeführt da es meist Probleme mit Entzündungen gab.
Bei mir hat man auf einen Sleeve (Schlauch)-Magen gesetzt. Dies hat auch berufliche Gründe.
Bei einem Magen-Bypass wird der Magen umgebaut und daher ist es dann wichtig regelmäßig zu Essen. Macht man das nicht oder man kommt nicht dazu dann kann es zu Unterzuckerung kommen und dadurch zu Konzentrationsstörungen. Für meinen Beruf nicht zu empfehlen und!!! Die beratende Ärztin wird bei mir nur einen sogenannten Seele-Magen operieren und da sind wir dann auch auf einem Level.

Ich werde immer wieder weiter berichten hier und auch die relevanten Dinge verlinken. Bis die Tage.

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